WESHALB URIN-TRENNUNG SINNVOLL IST

Algenblüte – ein Wort, das so schön klingt, birgt grosse Gefahren für unsere Gewässer. Sie entsteht unter anderem durch unseren Urin, der weitgehend ungeklärt über das Abwasser in die natürlichen Gewässer gelangt. Trennen wir den Urin bereits an der Quelle, so können wir einerseits die Gewässer schützen und andererseits die im Urin enthaltenen Rohstoffe nachhaltig aufbereiten. Hier erfahren Sie mehr über die Hintergründe.

Vor Schadstoffen «schützen»

Das Thema Urin wird selten mit positiven Assoziationen verbunden. Eigentlich schade, denn im Urin steckt viel mehr Potential als man vermutet. Zum Beispiel enthält der menschliche Urin den wertvollen Rohstoff Phosphor. Er wird vor allem in der Landwirtschaft als Bestandteil von Düngemitteln eingesetzt. In Zeiten immer knapper werdender Ressourcen und schwindender Rohstoffe lohnt es sich also durchaus, Urin als Phosphorquelle in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus ist Urin mit durchschnittlich 3-7 Gramm Stickstoff pro Liter ein essentieller Bestandteil der stickstoffbasierten Düngemittel, die ebenfalls in der Landwirtschaft verwendet werden.

 

  • - Derzeit gelangen die oben beschriebenen Nährstoffe im Urin weitgehend ungeklärt über das Abwasser in die natürlichen Gewässer. Zusammen mit den Nährstoffmengen, die aufgrund der Überdüngung in der Landwirtschaft ebenfalls in die natürlichen Gewässer eingebracht werden, entsteht eine Übersättigung. Aus Nährstoff wird Schadstoff.

 

  • - Konkret heisst das, dass Stickstoff und Phosphor, die in die Wassersysteme eingeleitet werden, das Pflanzenwachstum fördern und damit die sogenannte Algenblüte verursachen. Die Bakterien, welche die Algen zersetzen, entziehen dem Wasser Sauerstoff und töten damit das gesamte Leben in der betroffenen Region. Es entstehen sogenannte «Dead Zones», was Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Gesundheit der Gewässersysteme hat.

 

  • - Zusätzlich ist der menschliche Urin auch für die problematische Mikroverunreinigung, beispielsweise durch Hormone und Medikamentenrückstände, im Abwasser verantwortlich. Alle bisherigen Bemühungen, diese Schadstoffe zu eliminieren, führten lediglich dazu, dass die Infrastruktur des Abwassermanagements teurer, komplexer und zunehmend energieintensiver wurde.

 

Trennung an der Quelle

Heute verunreinigen 1,5 Liter menschlicher Urin zirka 180 Liter Abwasser. Das Thema beschäftigt die Wissenschaftler schon seit den 90er Jahren. Entsprechend lange untersuchen sie alternative Wege, um die Verschmutzung durch menschliches Abwasser zu verringern. Die Schweizer Eawag, eines der weltweit führenden Wasserforschungsinstitute, verfolgt dabei die interessante Möglichkeit der «Source Separation Technology», bei der das WC-Abwasser bereits an der Quelle in Urin, Fäkalien und Grauwasser getrennt wird. Separiert man die Abwassertypen gleich bei der Entstehung, können die verschiedenen Ströme nachhaltig verarbeitet und wertvolle Ressourcen wiedergewonnen werden. Das Abwassermanagement wird damit Teil der Kreislaufwirtschaft. Obendrein verringert sich der Aufwand der Klärung immens.

 

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